Rotkäppchen

oder Wie dem Wolf ein Bär aufgebunden wurde

Kindermärchen von Marco Linke

frei nach den Brüdern Grimm

 

Komödie Bielefeld 2016

Komödie Kassel 2015

 

Das Märchen "Rotkäppchen" der unsterblichen Brüder Grimm kennt wohl wirklich "jedes Kind". Die mahnenden Worte der Mutter an das Mädchen mit der roten Kappe nicht vom Weg zur Großmutter abzukommen. Ihre Begegnung mit dem Wolf im Wald. Und die allzeit bekannten Worte: "Großmutter, warum hast du so große Ohren?"

Begleitet Rotkäppchen auf seinem spannenden, aber stets lustigen Weg in den Wald. Wird sie ihr Ziel erreichen oder kommt ihr der gar nicht so "böse" Wolf zuvor? Kann der sich gegen die "schlagfertige" Großmutter wehren? Und was hat der tollpatschige Bär Bruno, der heimliche Held unserer kleinen Geschichte, mit alldem zu tun?

Mit "Rotkäppchen oder Wie dem Wolf ein Bär aufgebunden wurde" kommt ein jederzeit kindgerechtes und doch klassisch erzähltes Märchen mit Gut und Böse, wahrer Liebe, echter Freundschaft, einem Happy-End für alle Beteiligten und vor allem ganz viel Spaß auf die Bühne!

Presse

 

Mit Bär und Wolf im Wald: "Rotkäppchen" in der Komödie Kassel

 

Eine ganz neue, frische Variante des grimm`schen Stoffes bietet das Weihnachtsmärchen in der Komödie Kassel.

Die Zuschauer begleiten Rotkäppchen - mit ansteckender Fröhlichkeit gespielt von Ismeria Urban - auf seinem abenteuerlichen Weg zur Oma. Als das Mädchen den bösen Wolf (herrlich theatralisch: Robby Plücker) im Wald trifft, ahnt es nicht, dass dieser einen teuflischen Plan verfolgt.

Die zentrale Figur der Inszenierung ist allerdings eine, die in der klassischen Rotkäppchen-Version gar nicht vorkommt: Bär Bruno, den René Spitzer sympathisch verkörpert. Autor und Regisseur Marco Linke hat die Rolle eingefügt, um eine Brücke zwischen Bühne und jungem Publikum zu bauen. Das funktioniert wunderbar. Zum Beispiel, wenn der tollpatschige Bär fragt, ob in seiner Abwesenheit etwas Spannendes passiert ist. Im Chor antworten die Kinder: „Ja, der böse Wolf war da.“

Überhaupt überrascht das Bühnenstück mit originellen Einfällen. In die Handlung schleichen sich Märchenfiguren wie Schneewittchen und Aschenputtel, und auch das Ende der Erzählung weicht von der ursprünglichen Version ab: Die clevere Großmutter (ganz und gar nicht gebrechlich: Denise Kiesow) durchschaut den Plan des Wolfs und trickst ihn gemeinsam mit dem Bären aus. Der Jäger hätte sowieso nicht als Retter dienen können - denn der ist ja gerade im Urlaub.

Viel Applaus und Bravo-Rufe für eine kurzweilige Vorstellung.

 

(aus HNA Kassel, November 2015)

Rotkäppchen, der Wolf und der Bär - Bühnenstück in der Komödie Bielefeld überrascht mit orginellen Einfällen

 

Die Zuschauer begleiten Rotkäppchen auf ihrem abenteuerlichen Weg zur Großmutter. Das gutmütige Mädchen ahnt bei ihrer Begegnung mit dem graziös theatralischen Wolf nicht, dass dieser Böses beabsichtigt. Ohne den Jäger muss ein anderer Held her. Diese Rolle wird dem tollpatschigen und trotteligen, aber auch liebenswerten Bären Bruno zuteil. Während das junge Publikum das Vorhaben des Wolfes schon längst durchschaut hat, grübelt Bruno noch, was das sorgenvolle Gebrüll der Kinder, die ihn warnen wollen, bedeuten soll. Ab und zu schleichen sich auch andere bekannte Märchenfiguren in die Geschichte und beeinflussen den Verlauf. Ebenso abweichend von der originalen Erzählung ist die clevere Großmutter, die sich selbst zu helfen weiß.

Marco Linkes und Petra Stockingers Anliegen, bei ihrer Neuinszenierung des Klassikers ein Stück für Kinder, an dem auch Eltern Spaß haben können zu gestalten, ist mit der Etablierung eines modernen Humors und dem Verzicht übertriebener Albernheiten gelungen. Theater- und Märchenliebhaber werden ihren Spaß haben!

 

(aus Westfalen Blatt, Dezember 2016)

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