Der gestiefelte Kater

 

Kindermärchen von Marco Linke

frei nach den Brüdern Grimm

 

verlegt bei Karl Mahnke Theaterverlag

 

Das kleine Hoftheater Hamburg 2019

Komödie Bielefeld 2019

Komödie Kassel 2016

 

Die allseits bekannte Geschichte "Der gestiefelte Kater" in einer neuen, lustigen und zauberhaften Version! Eine hübsche Prinzessin, die ihr Vater am liebsten jetzt, als gleich verheiratet sehen will. Ein armer Müllerbursche, der nicht weiß, wie ihm geschieht. Eine große Liebe auf dem Prüfstand. Und ein Kater, der für ein paar Stiefel ein Happyend in Aussicht stellt. Klassisch, spritzig und doch kindgerecht erzählt. Begleitet den schlauen Kater Mikesch auf seinem spaßigen Abenteuer durch das Märchenland. Lernt mit ihm den brummigen König Ottokar, den mächtigen Zauberer "Rubbeldiekatz", die schöne Prinzessin Isabell und den mutigen Müllerburschen Hans kennen. Eine märchenhafte, spannende und vor allem lustige Geschichte!

Presse

 

Das Herz am rechten Fleck – Das Weihnachtsmärchen „Der gestiefelte Kater“ verbindet Spaß und Lebensweisheiten

 

Im Weihnachtsmärchen der Bielefelder Komödie kehrt der Kater zurück zu seinen Wurzeln und zur Geschichte der Brüder Grimm, die Marco Linke in eine lustige, zauberhafte Version verwandelt hat. Dabei hat der bereits die Weihnachtsmärchen „Rapunzel“, „Rotkäppchen“ und „Hänsel und Gretel“ in den Vorjahren verantwortliche Autor den nostalgischen Charme des Originaltextes behalten und ihm einen kleinen, frischen und kindgerechten Anstrich verpasst.

Nach dem Tode eines Müllers erbt der jüngste Sohn Hans (Konstantin Krisch) nur einen faulen Kater (katzenhaft-zauberhaft: Kristin Perndl). Doch das vermeintlich schlechte Erbe erweist sich als Glücksfall. Denn als Hans Prinzessin Isabell (Maria Raisch) kennenlernt, ist es der sprechende Kater, der ihm bei der Überwindung aller Standesdünkel und der Gewinnung der Angebeteten zur Seite steht. Auf dem Weg durchs Märchenland treffen sie unter anderem auf eine herrlich geschwätzige Wäscherin und einen stets betrunkenen Kutscher (sehr wandlungsfähig; Maria Raisch und Konstantin Krisch), den leicht verwirrten König, der sich nicht den Namen seiner Tochter merken kann, und den Zauberer Rubbeldiekatz (beide: Jost op den Winkel).

Den ganzen Subtext der Gesellschaftssatire mit ihren Motiven der Frage der Ungerechtigkeit beim Erbgang, der Dankbarkeit des Katers und zuletzt des Glückes, das den vermeintlich schlechter Gestellten zum wohlhabenden Mann macht, lässt Marco Linke in seiner Inszenierung außen vor und bricht sie auf eine kindgerechte Lebensweisheit herunter: Wer das Herz am rechten Fleck hat und einen starken Willen, der kann alles schaffen.

Ganz geschickt verbindet der Autor und Regisseur diese Maxime mit einem politisch-gesellschaftlichen Aufruf, indem er seine einzelnen Figuren in den Umbaupausen vor den Vorhang treten lässt. Dort nehmen sie nicht nur den Dialog mit den Zuschauern auf und verfestigen so das Gesehene, sondern sie reden darüber, dass kein Mensch mehr wert ist als ein anderer und dass alle gleich sind, egal welche Hautfarbe, Geschlecht oder Religion sie haben. Und auch das Stück zeigt, dass mit Mut und Willen und Liebe alle Hindernisse überwindbar sind – manchmal natürlich auch durch das Eingreifen des Zauberkaters

 

(aus Westfalen Blatt, Dezember 2019)

Tierisch gute Unterhaltung – Weihnachtsmärchen überzeugt mit witzigen Einfällen

 

Mit einem guten Herzen und cleveren Ideen kann man im Leben einiges erreichen. Zum Beispiel die Liebe einer Prinzessin gewinnen oder ein ganzes Königreich erobern. Davon erzählt das Weihnachtsmärchen „Der gestiefelte Kater“, das am Mittwoch in der Komödie Premiere hatte.

Grundlage des liebevoll inszenierten Bühnenstückes ist der Grimm`sche Märchenstoff. Regisseur Marco Linke hat eine wunderbar kurzweilige Version des Märchens geschaffen. Witzige Einfälle machen das Stück gerade für das junge Publikum greifbar. Und dass die Schauspieler die Kinder immer wieder persönlich ansprechen, ist ebenfalls ein kluger Schachzug. Das Bühnenbild ist farbenfroh.

Doch erst die hervorragende Besetzung macht das Weihnachtsmärchen zum Erlebnis. Rene Spitzer überzeugt als schrullig-vergesslicher König ebenso wie als zotteliger Bösewicht Rubbeldiekatz. Voller positiver Energie stellt Ismeria Urban die Prinzessin Isabell dar, die so sehr an die große Liebe glaubt, und Robby Plücker durchlebt als Müllerbursche Hans glaubhaft ein Wechselbad der Gefühle. Den gestiefelten Kater spielt Kristin Baumgartl äußerst charismatisch.

Viel Applaus für wunderbare Familienunterhaltung.“

 

(aus HNA Kassel, Dezember 2016)

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