König Drosselbart

Kindermärchen von Marco Linke

frei nach den Brüdern Grimm

 

verlegt bei Karl Mahnke Theaterverlag

 

Komödie Kassel 2018

Prinzessin Serina macht es ihrem Vater wirklich nicht leicht. Statt sich aus den zahllosen, heiratswilligen Grafen, Prinzen und Königen einen geeigneten Ehemann zu suchen, verspottet sie diese lieber und treibt ihre Späße mit ihnen. Auch mit einem jungen König, den sie auf Grund seines Aussehens „Drosselbart“ nennt. Doch dieser verliebt sich unsterblich in die schöne Prinzessin und schmiedet einen Plan, wie er doch noch ihr Herz gewinnen kann. Als Serina von ihrem Vater verstoßen wird, gibt sich König Drosselbart als armer Spielmann aus und nimmt sie mit in ein weit entferntes Land und in ein kärgliches Heim. Dort muss Serina wie das gemeine Volk leben. Doch stellt ihr Drosselbart seinen treusten Diener helfend zur Seite, die quirlige Ratte Rene.

Ein lustiges und turbulentes Verwechselungsspiel beginnt, bis die Hochzeit des Königs Drosselbart unmittelbar bevorsteht. Wer wir wohl seine Braut sein?

Presse

 

Weihnachtsmärchen in der Komödie Kassel - Spaß mit "König Drosselbart"

 

Eine unterhaltsame Version des Grimm-Märchens "König Drosselbart" bietet Regisseur Marco Linke in der Kasseler Komödie. Besonders die direkte Ansprache kommt beim jugendlichen Publikum gut an.

Die Geschichte von König Drosselbart, der der arroganten Prinzessin eine Lektion erteilt, gehört zu den Klassikern der Brüder Grimm. Die wunderbar kurzweilige Version, die die Komödie Kassel jetzt zeigt, ist allerdings neu. Regisseur Marco Linke dürfte vielen Besuchern der Komödie bereits bestens bekannt sein, denn schon in den vergangenen Jahren brachte er kindgerechte Märchen-Inszenierungen auf die Bühne.

Auch diese Märchen-Version steckt voller origineller Einfälle. Dass König Drosselbarts Diener eine Ratte mit Reinlichkeitsfimmel ist, kommt beim jungen Publikum jedenfalls sehr gut an. Ebenso wie die witzigen Dialoge, die Musik aus dem Fernsehklassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ und die persönliche Ansprache der Kinder – ein Kniff, der sich bereits in den vergangenen Jahren bewährt hat.

Dass in 75 Minuten keine Langeweile aufkommt, ist natürlich vor allem den tollen Schauspielern zu verdanken, die mit viel Spielfreude agieren. Isabell Christin Behrendt überzeugt als überhebliche Prinzessin, die am Ende doch ein ganz großes Herz hat, und Andreas Heßling genießt als König Drosselbart sichtlich das turbulente Verwirrspiel. Lebhaft verkörpert Konstantin Krisch die Ratte René - insbesondere dann, wenn er ganz locker mit den Kindern im Publikum ins Plaudern gerät. In gleich drei Rollen schlüpft René Spitzer während der Vorstellung: Den Vater der Prinzessin mimt er mit ebenso viel Hingabe wie den Kaufmann auf dem Markt und Schloss-Chefkoch „Guesteau“.

„Das war echt lustig“, ruft ein Mädchen, nachdem das Märchen ein glückliches Ende genommen hat. Viel Applaus für eine gelungene Premiere.

 

(aus HNA-Kassel, Dezember 2018)

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